Webseite ohne Rankingverlust auf SSL umstellen

Bei einer Umstellung auf SSL können verschiedene Probleme auftreten. Um den Ablauf fehlerfrei zu gestalten, sollte man sich an einen Fahrplan halten, der die möglichen Fehlerquellen im Vorfeld ausmerzt.

1. Die Vorbereitung auf eine SSL-Umstellung

In Vorbereitung auf die Umstellung ist zunächst ein sogenanntes SSL-Zertifikat notwendig. Dieses wird von einer Zertifizierungsstelle ausgestellt und sorgt dafür, dass die Verschlüsselung reibungslos funktioniert. Grundsätzlich ist es egal, woher das Zertifikat stammt, sofern es von den gängigen Browsern als sicher anerkannt ist. Mittlerweile existiert auch ein Anbieter der kostenfreien, anerkannten Zertifikate ausstellt!

2. Verlinkungen und Weiterleitung

Durch eine Verschlüsselung ändert sich auch die Adresse, unter der eine Webseite erreichbar ist. Aus dem ursprünglichen http:// wird dann ein https://. Oberflächig betrachtet kein großes Ding, aber gerade im Hinblick auf eventuell gesetzte Cookies, feste Pfade in den Webseitensystemen oder direkt in den HTML-Dateien (z. B. Verlinkungen im Content oder eingefügte .css Dateien mit vollem Pfad) und vor allem wegen den Backlinks fremder Webseiten muss Folgendes beachtet werden, um Rankingverlust zu vermeiden.

– Mit Hilfe einer 301 Weiterleitung der Domain von http zu https werden unnötige Fehler, wie beispielsweise 404, vermieden. Gleichzeitig werden Browser und auch Suchmaschinen darüber informiert, dass es sich um eine dauerhafte Umleitung auf https handelt (Code 301 = Moved Permanently).
– Aber auch Duplicate Content, einer der Hauptkritikpunkte bei der Rankingbewertung, wird durch die 301 Weiterleitung vermieden!

3. Vergessene und falsche Weiterleitungen beheben

Um auf Nummer sicher zu gehen kann, wenn die Berechtigung existiert, zusätzlich ein RewriteEngine in der htaccess-Datei notiert werden. Wenn Canonical-Tags verwendet werden, müssen die URLs ebenfalls zwingend angepasst werden!

4. Probleme mit gemischtem Content

Das größte Problem nach einer Umstellung auf SSL ist die Warnmeldung im Browser, dass die Verbindung aufgrund von Mixed Content nicht sicher ist. Im schlimmsten Fall wird die Seite dann auch geblockt oder durch nicht sehr benutzerfreundliche Hinweise ausgebremst. Wenn davon etwas zutrifft, werden Inhalte noch mit http übergeben. Dies tritt sehr häufig bei externen Bildern auf.

5. Google das Leben erleichtern

Da die neue https Seite im Ranking steigen und nicht fallen soll, muss auch auf Suchmaschinenfreundlichkeit geachtet werden. Hierzu zählt vor allem die Datei robots.txt sowie die erstellten Sitemaps, welche unbedingt angepasst werden sollte. Nach einem Umstieg auf SSL muss die Webseite in den Google Webmaster Tools bzw. der Google Search Console mit https neu eingetragen werden, ansonsten werden die Statistikdaten nicht mehr aktuell angezeigt werden. Hier können dann auch die neuen Sitemaps eingetragen werden.

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