Blogs und Onlinemagazine und Verkaufsplattformen als Werbeträger

Kann man mit Werbung im Internet den Absatz erhöhen? Wenn ja, wie geht das und für welche Branchen ist das empfehlenswert?

Ein guter Weg um ein Produkt auf dem Markt zu platzieren sind Blogs, Verkaufsplattformen im Internet und Onlinemagazine. Aber, warum und vor allem wie soll man Blogs für Werbezwecke nutzen? In den USA ist es längst völlig normal, was auch in Deutschland langsam in Mode kommt: Produkttests auf entsprechenden Testblogs. Hier werden Waren getestet, bewertet und vorgestellt. Diese Testblogger gibt es aus den unterschiedlichsten Branchen und Bereichen. Vom Buch über Musik, Mode und Beautyprodukte bis hin zum immer größer werdenden Technikbereich. Und genau diese Testblogs sind es, die immer größeren Zuwachs erfahren. Kaum ein anderes Medium kann derart steigende Leserzahlen verzeichnen. Denn Erfahrung kommt an. Und wenn ein Verbraucher einen Testbericht von einem “normalen” Menschen liest, hat dies oftmals wesentlich bessere Auswirkungen, als ein Test in einem offiziell und steif daherkommenden Printmagazin. Aus genau diesem Grund gehen immer mehr Hersteller dazu über, entsprechenden Testbloggern auch Testprodukte zur Verfügung zu stellen.

Ein weiteres Medium, das immer interessanter wird, sind Onlinemagazine. Was im Buch und Musikbereich begann, weitet sich langsam aber sicher auch auf andere Marktbereiche aus. Magazine wie Geisterspiegel.de (größtenteils Buchrezensionen) oder roterdorn.de (Bücher, Filme, Serien, Musik, Spiele, Brettspiele und vieles mehr) sind in ihren Bereichen ein Stück weit stilbildend. Was hier empfohlen wird, wird auch gekauft. Rezensions- und Probeexemplare der verschiedensten Hersteller und Verlage landen täglich auf den Schreibtischen der Redakteure, sodass es teilweise kaum möglich ist, diese abzuarbeiten. Aber ein Produkttest in einem solchen Magazin kann schnell dazu führen, dass völlig neue Zielgruppen erschlossen werden.

Seit Jahren ein Renner sind Verkaufsplattformen wie Amazon.de. Hier veröffentlichen viele User ihre privaten Produkterfahrungen. Artikel mit guten Bewertungen verkaufen sich besser als Konkurrenzware. Auch hier arbeiten viele Hersteller mit professionellen Testern, die Testprodukte erhalten und ihre Erfahrungen in Produkttests dann hier online stellen. Dabei wissen diese erfahrenen Tester oftmals genau, wie man solche Produkttests aufziehen und formulieren muss, um den Leser anzusprechen und die Verkaufszahlen wirklich zu steigern. Denn natürlich hat auch der Tester ein Interesse daran, zukünftig wieder Testprodukte zu erhalten.

Und so ist diese Form der Werbung im Prinzip eine der günstigsten Arten, das eigene Produkt bekannt zu machen. Denn eine monetäre Bezahlung gibt es in der Regel nicht. Oftmals darf der Tester das Testobjekt behalten und das reicht als Bezahlung aus. Der Anbieter bekommt so Öffentlichkeit und im Idealfall auch ein positives Feedback. Aber selbst wenn ein Produkttest negativ ausfällt, ist das nicht weiter schlimm. Denn meistens sind diese Testberichte so formuliert, dass jeder Leser schnell erkennt, dass das Fazit die persönliche Meinung des Testers ist. Und vielleicht ist genau das, was der Tester moniert, etwas, was der Leser gerade gesucht hat.

Onlinewerbung durch Produkttests auf Blogs, in Onlinemagazinen oder bei Verkaufsplattformen. Wie soll das gehen? Bei Blogs und Magazinen kann man über das Impressum feststellen, wo entsprechende Testartikel hingeschickt werden sollen. Am Besten klärt man vorher einmal per Email, ob Interesse an dem Testprodukt besteht. Bei Plattformen wie Amazon macht es Sinn sich entweder an die entsprechenden Ansprechpartner bei Amazon selbst zu wenden, oder aber gezielt Rezensenten mit guten Werten in der Rangliste anzuschreiben. Fakt ist, dass es kaum einen besseren Weg gibt, neue Kunden und Zielgruppen zu erreichen. Denn wo Printprodukte ihre Leser verlieren, sind es Blogs und Onlinemagazine, die Zuwachs verzeichnen. Und wo der Einzelhandel Einbußen hat, sind es Händler wie Amazon, die immer größere Gewinne einfahren.

Bildquelle: Lupo  / pixelio.de

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